Fachbereich Physik

Foto: Professor Michael Fleischhauer, Sprecher des Steering Committees von OSCAR

Rund 12 Mio. Euro für die Forschung: Spitzenleistungen der RPTU in der Quantenphysik bestätigt

Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau wird vier weitere Jahre im Rahmen des Transregio-Programms „OSCAR“ Spitzenforschung betreiben. Dieser Sonderforschungsbereich beschäftigt sich als Teil des Landesforschungszentrums OPTIMAS mit einer Toolbox, die offene Quantensysteme nutzbar macht. Am Freitaghatte die Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG) bekannt gegeben, dass dieses Programm erneut verlängert wird und Forschungsgelder im Umfang von mehreren Millionen Euro für die RPTU bereitgestellt werden.

Das Forschungsteam von OSCAR bricht mit einem in der Physik weit verbreiteten Paradigma: Quanteneffekte, die zu ganz neuartigen Eigenschaften führen können, treten nicht nur dann auf, wenn mikroskopische Systeme so gut wie möglich von ihrer Umgebung isoliert sind. Sie lassen sich vielmehr auch erzeugen und stabilisieren, wenn die Systeme an Reservoire gekoppelt, sprich "offen" sind. Das neuartige Konzept von OSCAR zur Kontrolle von Quantensystemen stellt somit einen fundamental neuen Zugang zu Quantentechnologien dar.

„In den vergangenen Jahren haben wir an Werkzeugen für die Quantentechnologien gearbeitet, die es ermöglichen, offene Quantensysteme in Forschung und Entwicklung zuverlässig und reproduzierbar einzusetzen. In der kommenden Förderperiode stellen wir uns komplexeren Herausforderungen. Wir forschen weiter grundlagenorientiert, wollen jedoch schon den Weg in Richtung von möglichen Anwendungen weisen“, erklärt Physikprofessor Michael Fleischhauer, Sprecher des Transregio-Sonderforschungsbereichs an der RPTU.

Im Blick hat das Forschungsteam Anwendungsbereiche wie Energie- und Informationstransport sowie Nanomaschinen, die als Impulsgeber für eine effizientere Datenverarbeitung und -speicherung dienen könnten. OSCAR vereint dabei die Forschungskompetenzen der im Programm federführenden RPTU und der Universität Bonn.

Professor Dr. Werner R. Thiel, Vizepräsident für Forschung an der RPTU in Kaiserslautern, freut sich über diese Bestätigung der exzellenten Forschungsleistungen in der Quantenphysik: „Ich gratuliere unseren beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern herzlich zu diesem Erfolg, der das Ergebnis jahrelanger wegbereitender Arbeit darstellt.“

 

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Michael Fleischhauer
Lehrgebiet Quantenoptik / RPTU in Kaiserslautern
T: 0631 205-3206
E: mfleisch(at)rptu.de

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